LUCKNER

Nicolas                                                                                                                            

 

Maréchal de France (Cham (Allemagne) 12.1.1722 - Paris 4.1.1794)

                                                 

Fils de Samuel Luckner, brasseur, aubergiste, conseiller municipal et trésorier de Cham en Bavière, et de Maria Franziska, née Billig, Nikolaus Luckner est cadet au régiment d’infanterie de Morawitzky, de l’Électeur de Bavière, en 1737. Il sert en Hongrie contre les Turcs en 1737 - 1739. Enseigne en 1739, capitaine-lieutenant en 1745, il passe avec son régiment au service de la Hollande en 1745 puis à celui du Hanovre en 1757. En 1758, il épouse Johanna Cornelia Cuijpers qui lui donne cinq enfants dont Nikolaus son fils aîné. Lieutenant-colonel en 1758, colonel d’un régiment de hussards à son nom, Luckner est lieutenant général en 1761. Il passe au service de la France le 20 juin 1763 comme lieutenant général. Comte en 1784, Luckner est nommé commandant en chef de l’armée du Rhin en décembre 1791. Maréchal de France le 28 décembre 1791, Rouget de Lisle lui dédie en avril 1792, son Chant de guerre pour l’armée du Rhin, intitulé plus tard La Marseillaise. Commandant en chef de l’armée du Nord en mai 1792, il s’empare de Courtrai et d’Ypres le 20 juin 1792 puis se replie sur Lille. Nommé généralissime et commandant de l’armée de réserve à Châlons en septembre 1792, il est soupçonné de trahison. Arrêté aux environs de Metz en octobre 1793, il est jugé, condamné à mort et guillotiné le 4 janvier 1794. Cham (93413) a une Lucknerstrasse. Le nom de Luckner inscrit en sur l'Arc de Triomphe en 1836 (pilier nord, colonne 03) est celui du premier né de ces héros.

 

Dessin de Yan' DARGENT

A. THIERS Histoire de la Révolution française, Paris, Furne et Cie, 1865

Nikolaus LUCKNER

 

 

 

LUCKNER Nikolaus, Graf von

General (* 12.1.1722 Cham (Oberpfalz) - † (hingerichtet) 4.1.1794 Paris)

 

Vater : Samuel LUCKNER (1683 - 1730) Hopfenhändler, Bierbrauer, Gastwirt, Ratsherr und Kämmerer in Cham. Sohn des Hopfenhändlers und Stadtkämmerers Joh. Jacob LUCKNER in Cham und der Anna Elisabeth verw. PRÖLLER ;

Mutter : Maria Franziska (1690 - 1736) T d. Gastwirts Johann BILLIG in Kötzing und d. Marie Agnes MAUERER

∞ vor 1758 Joh. Cornelia CUIJPERS ; 5 K

 

Am Jesuitenkolleg in Passau erzogen, trat LUCKNER 1737 als Kadett in das bayer. Infanterie-Rgt. MORAWITZKY ein. Mit diesem nahm er 1737-39 am Türkenkrieg, später, zu Beginn des Österr. Erbfolgekrieges, als Fähnrich auch an Kriegshandlungen in Böhmen teil. 1744 soll er für kurze Zeit im Freikorps des Michael GSCHRAY gedient haben. 1745 wechselte er zum kurbayer. Husaren-Rgt. FRANGIPANI über, bei dem er es zum Rittmeister und zum Obristwachtmeister (1748) brachte. Da das Regiment noch im Herbst 1745 von Kf. Max III. Josef in den Sold der Generalstaaten übergeben worden war, ging LUCKNER mit demselben in die Niederlande, wo er aller Wahrscheinlichkeit nach auch dann noch blieb, als die Kompanien infolge des Aachener Friedensschlusses abgedankt wurden und er seinen Abschied nahm. Die Beziehungen, die ihm während seiner Zeit in Flandern der Herzog von Cumberland, der Bruder des Statthalterin der Niederlande, zu Kg. Georg II. von England  vermittelt hatte, führten 1757 dazu, daß LUCKNER zu Beginn des Siebenjährigen Krieges in hannov. Dienste trat und mit der Aufstellung eines Husarenkorps betraut wurde. Persönliche Tapferkeit, taktisches Geschick und Glück bei seinen wagemutigen, stets schnell und überraschend ausgeführten Überfällen auf die Franzosen - so u. a. bei Warenholz, Krefeld, Holzhausen, Lippstadt und Minden – ließen ihn bald zu einem Meister der kleinen Kriegführung werden und bewirkten, daß ihm auch größere Abteilungen, aus allen Waffengattungen zusammengesetzt, unterstellt wurden. Bei Kriegsende hatte LUCKNER es bis zum Generalleutnant gebracht. Im Hanoverschen und weit darüber hinaus wurde er als Volksheld gefeiert. Ende 1762 wurden die Freikorps aufgelöst. LUCKNER ließ sich nun von Frankreich gegen ein Jahresgehalt von 30 000 Livres werben. Während der folgenden Friedensjahre lebte er in Holstein auf seinen Gütern Blumendorf und Schulenburg, die er 1761 bzw. 1763 erstanden hatte. 1778 wurde er als Baron in die dän. Ritterschaft aufgenommen, 1784 in den Grafenstand erhoben, am 28.12.1791 zum Marschall von Frankreich ernannt. Im Krieg Frankreichs gegen Österreich erhielt LUCKNER den Oberbefehl über die Nordarmee, die er  zunächst erfolgreich führte. ROUGET D’ISLE (ROUGET DE LISLE) widmete ihm 1792 das Marschlied der Rheinarmee, den « Chant de guerre pour l’armée du Rhin », später « Marseillaise » genannt. Als LUCKNER nach der Eroberung von Menin und Courtray die sich ihm bietenden militärischen Möglichkeiten ungenutzt ließ, wurde er zur Zentralarmee nach Metz, später, ohne eigenes Kommando, nach Châlons versetzt, wo er die  Aufsicht über eine sich sammelnde Armee führen sollte. Am 19.1.1793 erhielt er den Abschied. Vermutlich um seine ausstehenden Bezüge einzutreiben, begab er sich im Spätherbst 1793 von Straßburg aus nach Paris, wurde dort (oder in Metz) verhaftet, von Revolutionstribunal verurteilt und guillotiniert. 1795 erklärte der Nationalkonvent das Todesurteil für ungerecht und veranlaßte eine Rückerstattung des beschlagnahmten Vermögens an LUCKNERS altesten Sohn Nikolaus.

 

(F. WAGNER, H. KÖRNER, Neue Deutsche Biographie, Berlin, Duncker & Humblot, 1987)

 

 

Cham : Rathaus - Hôtel de ville

CHAM

Die Stadt Cham hat mit Eingemeindungen ca. 17000 Einwohner. Das Zentrum der alten Handelsstadt bildet der historisch gestaltete Marktplatz mit spätgotischem Rathaus, Pfarrkirche St. Jakob (aus dem 14 Jhdrt.) und dem kunstvollen Brunnen auf dem Chamer Marktplatz mit seinen berühmten wasserspeienden Figuren. Cham ist die Geburtstadt von Nikolaus Graf v. Luckner (1772 - 1794), Marschall von Frankreich. Ihm zu Ehren wurde die berühmte Hymne Marseillaise geschrieben, die tagtäglich um 12.05 h vom Glockenturm des Rathauses erklingt.

La ville de Cham (environ 17 000 habitants) à l'est de la Bavière, à 23 Km de la frontière tchèque, a, dans le centre ville, une place du Marché sur laquelle se trouve l'hôtel de ville jouxtant l'église Saint-Jacques du 14e siècle. Chaque jour à 12h 05, le carillon de l'hôtel de ville résonne au rythme de la Marseillaise en souvenir de Nicolas Luckner, enfant du pays et maréchal de France.

 

http://www.cham.de/deCham/stadtinfo/stadtrundgang/14_lucknergeburt.php

http://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_von_Luckner

http://en.wikipedia.org/wiki/Nicolas_Luckner

http://fr.wikipedia.org/wiki/Nicolas_Luckner

(Arc de Triomphe)